Santa Croce/Križ, Triest



Santa Croce war ursprünglich – wie auch das nahe Dorf Contovello/Kontovel – ein Fischerdorf ganz oben am Abhang des Karsts. Sein ursprünglicher Name lautete auf slowenisch Križ. Über Jahrhunderte diente die Position hoch über dem Meer dem Ausblick, um die Schaumkronen zu orten, die von sich nähernden Thunfischschwärmen zeugten. Die Männer eilten daraufhin zu ihren Ruderbooten und kreisten die Fische ein, die noch am Strand zerlegt und dann von den Frauen auf das auf 209 Metern über dem Meer gelegene Dorf gebracht zu werden. Im kleinen Museo della Pesca dort lässt sich noch heute ihre Geschichte verfolgen. Weinstöcke und Oliven werden bis heute in der malerischen Landschaft kultiviert.

Unterhalb des Dorfs direkt am Meer liegt auch das Wohnhaus der Familie Laurenti, die es vom alten Gerichtsmediziner Galvano übernommen haben.

Im Roman Totentanz wird auf den Commissario bei der Weinlese ein Attentat verübt und einer der Banditen später in einem Landgasthof dingfest gemacht.

 


aus dem Buch Im eigenen Schatten
Bis in die fünfziger Jahre hinein, vor dem Beginn des industrialisierten Fischfangs, fanden Thunfischschwärme den Weg hierher und wurden von kleinen Häfen aus mit einfachen Booten gejagt. Schwarzgewandete Fischersfrauen trugen den Fang in Körben auf den Köpfen hoch in die weit über dem Meer gelegenen Fischerdörfer auf dem Karst. Der Aufstieg auf über zweihundert Höhenmeter dauerte mehr als eine halbe Stunde, auf steilen Pfaden, die sich zwischen den terrassierten Weinbergen emporschlängelten. Später wichen die Fischer den Freizeitkapitänen, und die Baracken für die Fischereigeräte wurden von den Badenden übernommen.


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