Questura, Triest



Das Polizeipräsidium von Triest hat seit seiner Errichtung in der zweiten Hälfte der dreißiger Jahre seine Funktion mehrfach verändert. Das Mussolini-Regime ließ große Teile des alten Ghettos im Stadtzentrum abreißen, um am Fuß des Burghügels der Casa del Fascio, der Zentrale der faschistischen Partei, Platz zu verschaffen. Dabei stieß man auf die Reste des gegenüberliegenden römischen Theaters aus der Zeit von Kaiser Augustus. Nach dem Krieg nutzte die alliierte Militärverwaltung den trotzigen Bau und erst nach dem Oktober 1954, als Triest zum zweiten Mal in einem Jahrhundert wieder italienisch wurde, wandelte es sich zum Sitz des Polizeipräsidenten. Hier hat natürlich auch Commissario Proteo Laurenti sein Büro, das im dritten Stock liegt, und wo ihm die Leitung der triestiner Kriminalpolizei obliegt. Einer der Romane, die seiner Arbeit folgen, wurde im Jahr 2011 dort von Polizeipräsident Giuseppe Padulano dort vorgestellt. Laurenti selbst konnte nicht an der Veranstaltung teilnehmen, er war im Einsatz und ließ sich nur widerwillig von seinem Autor vertreten.


aus dem Buch Tod auf der Warteliste
Seit seiner lange überfälligen Beförderung zum Vizequestore hatte auch er mehr Bürokratie am Hals, abgesehen davon, daß er ein neues Büro innerhalb des Polizeipräsidiums beziehen mußte. Außer dem Blick auf die römische Arena gegenüber bot es keine Vorteile, näher am ganzen Polizeiapparat zu sein. Und auch der für ihn reservierte Parkplatz war oft genug von anderen belegt. Zumindest hatte er erreicht, daß seine Sekretärin und sein Assistent Antonio Sgubin mit ihm versetzt wurden.


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