Palazzo Carciotti



Ein riesiger neoklassizistischer Palast mit den Statuen antiker Gottheiten auf dem Kapitell und seiner blauen Kuppel steht neben dem Canal Grande mit der Fassade zum Meer. Demetrio Carciotti war ein aus Korfu stammender griechischer Kaufmann gewesen, der wesentlich zum Aufbau der modernen Handelsstadt Triest beitrug. Meer, Hafen, Handel – selbst Karl Marx befasste sich in der „New York Daily Tribune“ in zwei langen Aufsätzen mit dem Phänomen Triest, das damals das stärkste Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum Europas vorweisen konnte und in dem bis heute die Spuren von über neunzig verschiedener Ethnien und vieler Religionen zu finden sind. Einwanderer aus ganz Europa und dem Mittelmeerraum haben die Stadt erst groß gemacht. Ohne sie wäre Triest ein kleines Fischerdorf geblieben.

 Wikipedia


aus dem Buch Die Toten vom Karst
Eine Seite des Canal Grande wurde von dem mächtigen Palazzo Carciotti dominiert, mit sechs ionischen Säulen und der Kupferkuppel über der Hauptfassade. Er hatte einmal gehört, daß der griechische Kaufmann Demetrio Carciotti, der ihn bauen ließ, um 1750 mit der Hälfte des ägyptischen Staatsschatzes nach Triest durchgebrannt war und das Geld eifrig in die Stadtentwicklung investierte. Viele kannten diese Geschichte, doch niemand konnte ihm eine Quelle nennen, aus der dies zuverlässig hervorging. Andere wiederum sagten, es sei nicht Carciotti sondern der Baron Revoltella gewesen, der das Geld in den Bau des Suez-Kanals investierte. Aber die Geschichte leuchtet ein: Finanzverbrechen paßten viel mehr zu einer Hafen- und Handelsstadt, als diese eigenartigen und oft genug absurden Mordfälle, mit denen er sich immer wieder herumschlagen mußte.


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