Tod auf der Warteliste


Titel
Tod auf der Warteliste

Verlag
Paul Zsolnay Verlag, Wien

Publikation
März 2003

Übersetzungen
Spanisch (Muerte en lista de espera, 2005 Siruela), Italienisch (Morte in lista d’attesa, 2006 Edizioni e/o), Norwegisch (Døden på venteliste, 2006 Press), Holländisch (Op de wachtlijst van de dood, 2006 De Geus), Französisch (Morts sur liste d’attente, 2008 Seuil), Polnisch (Śmierć na liście oczekujących, 2012 Noir sur Blanc)

Premio Franco Fedeli 2004


»Sind Sie schon lange Polizist?«
»Solange ich denken kann. In diesem Jahr werden es fünfundzwanzig Jahre, dass ich in Triest Dienst schiebe. Merkwürdige Stadt. Voller Bekloppter.«

»La Salvia« war eine weit über die Grenzen hinaus bekannte Privatklinik, die vor fünf Jahren mit zahlreichen steuerlichen Abschlägen und einigen Kompromissen in bezug auf Bebauungsplan und Naturschutzgesetz auf dem Karst gebaut worden war. [...] Die Patienten von »La Salvia« wurden Kunden genannt und kamen vorwiegend aus Italien, Österreich, Deutschland und der Schweiz, um ein paar Korrekturen an ihren von den Jahren gezeichneten Körpern vornehmen zu lassen.

So war das in Triest. Sie kannten sich alle schon ewig. Laurenti würde im Herbst sein fünfundzwanzigstes Dienstjahr in der Stadt begehen, er war dem Papst um ein Jahr voraus. Fast ein Vierteljahrhundert war er verheiratet, und genauso lange kannte er seine Sekretärin, die noch nie den Wunsch geäußert hatte, sich von seiner Seite zu entfernen. Und Galvano kannte er ebenfalls, seit er in die Stadt gekommen war. Die wenigen Mordopfer, die Triest während der vergangenen drei Jahrzehnte verzeichnete, waren alle zum letzten Arztbesuch in Galvanos Praxis gelandet, ohne jede Hoffnung auf Heilung.


Ein neuer Fall für Proteo Laurenti, den Kommissar aus Triest: Seit beim Gipfeltreffen des deutschen Bundeskanzlers mit Berlusconi ein nackter Mann von der Limousine des Staatsgastes überfahren wurde, spielt Triest verrückt. Jeder verdächtigt jeden, sogar Laurenti gerät ins Fadenkreuz. Als dann noch der Arzt einer exklusiven Beauty-Klinik vor den Toren Triests auf brutale Weise ermordet wird, beginnt das Klima zu kippen. Laurenti muss ein übles Geflecht aus Protektion, Korruption, Denunziation, Mord und Totschlag auseinander nehmen, um zum Kern der Gewalt vorzudringen. Alle Fäden laufen in der Klinik am Karst zusammen und am Ende stellt sich heraus, dass hinter den hohen Mauern nicht nur Fett abgesaugt wird.


"Ein bravouröser Triest-Krimi."
Dirk Schümer, Frankfurter Allgemeine Zeitung
"In der Reihe der seit Jahren so überaus erfolgreich ermittelnden Regional-Kommissare ist Proteo Laurenti aus Triest einer der kauzig-köstlichsten. ... Heinichen beherrscht sein Krimi-Handwerk mit erfreulicher Professionalität."
Der Spiegel
"Der Autor hat nicht nur Sinn für spannende Plots und das Lokalkolorit des Schmelztiegels Triest; seine Hauptfigur Laurenti ist auch ein sturer, sympathischer Dickschädel, der sich weder von selbstgefälligen Würdenträgern noch von beamteten Wichtigtuern in seine Ermittlungen hineinreden lässt. ... Man kann nur hoffen, dass Veit Heinichen nun möglichst bald den nächsten Laurenti-Roman vorlegt."
Peter Münder - Spiegel Special
"Avec ce roman noir très documenté, l'écrivain allemand Veit Heinichen lève le voile sur ce nouveau "commerce" lucratif."
Courrier International

Leave a Reply